THE NATIONALIST SOCIALIST UNDERGROUND: RISE OF RIGHT-WING EXTREMISM & ANTI-IMMIGRATION IN GERMANY

Open Access
Author:
Rojas Medina, Daniela
Area of Honors:
German
Degree:
Bachelor of Arts
Document Type:
Thesis
Thesis Supervisors:
  • Jens-Uwe Guettel, Thesis Supervisor
  • Jens-Uwe Guettel, Honors Advisor
  • Matthew Richard Golder, Faculty Reader
Keywords:
  • right-wing
  • politics
  • Germany
  • AfD
  • populism
  • NSU
  • right-wing extremism
  • fair-right
Abstract:
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Anstieg von Einwandererfeindlichkeit und rechtsextremistischer Gewalt in Deutschland zu bewerten. Dies Arbeit konzentriert sich insbesondere auf die rechtsextreme Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Die Arbeit ist eine NSU-Fallstudie und nimmt diese als Ansatzpunkt um auf die Anfänge von Fremdenfeindlichkeit im wiedervereinigten Deutschland zurückzublicken. Der erste Teil dieser Arbeit beruht auf Zeitungsrecherche mit dem Ziel, die Geschichte der NSU zu erzählen und ihre Verbrechen und den Ablauf der strafrechtlichen Ermittlungen und des Mordprozesses zu rekapitulieren. Der Zweck der Arbeit besteht darin, die Faktoren zu verstehen, die die deutschen Nachrichtendienste dazu veranlasst haben, die Verbrechen der NSU weitgehend zu vernachlässigen. Darüber hinaus wird untersucht, ob es Hinweise auf Voreingenommenheit und fremdenfeindliche Faktoren gibt, die dazu geführt haben könnten, dass die Polizei die Morde an einem griechischen und acht türkischen Einwanderern und zwei versuchte Morde durch Bombenanschläge in überwiegend türkischen und muslimischen Stadtteilen lange Zeit nicht aufklären konnten. Die Arbeit beschreibt außerdem, wie sich die Einwandererfeindlichkeit unmittelbar nach der Wiedervereinigung entwickelte und versucht zu beantworten, wie sich Einwandererfeindlichkeit manifestierte, durch welche Gruppen in dieser Zeit Rechtsextremisten Gewalt verübt wurde und welche Ähnlichkeiten zwischen früheren Ereignissen und der heutigen Welle Rechtsextremister Gewalt bestehen könnten. Das zweite Kapitel der Arbeit beschreibt den Aufstieg der neu-rechten Partei Alternative für Deutschland (AfD) und die kurz- und langfristigen Faktoren, die zu ihrem Wahlerfolg im Jahr 2017 geführt haben. Diese Kapitel bewertet auch die gesammelten Informationen zu dieser Wahl, um zu bestimmen, welche Personengruppen für die AfD gestimmt haben. Dies geschieht insbesondere durch die Betrachtung von Faktoren wie Einkommen, Bildung, Beruf, Alter und Geschlecht. Das Ziel der Untersuchung dieser Wahldaten besteht darin, festzustellen, ob zwischen den Personen, die direkt nach der Wiedervereinigung ein Teil von älteren rechtstehenden Bewegung waren, und jenen Menschen, die heutzutage eine weit rechtsstehende Partei in den Bundestag gewählt haben, ein Zusammenhang besteht. Die Arbeit konzeptualisiert anschließend den internationalen Aufstieg der „Neuen Rechten“, indem der Aufstieg der AfD in Deutschland mit dem Aufstieg anderer nationalistischer oder populistischer Parteien in Europa und dem Wahlsieg Donald Trumps in den Vereinigten Staaten verglichen wird. Die Schlussfolgerungen aus dieser Forschungsarbeit sind, dass es mehr als genug Beweise dafür gibt zu zeigen, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus eine wichtige Rolle in der NSU-Untersuchung gespielt haben. Die Beweise liegen darin, wie die Regierungsbehörden die Opfer als Verbrecher behandelten, wie sie der Aufklärung dieser Straftaten wenig Priorität einräumten und Theorien formulierten, für die sie wenig bis gar keine Beweise vorlegten. Darüber hinaus zeigt die Forschung, dass der Neonazismus und die Intoleranz gegenüber Einwandern anfänglich als Protest gegen das kommunistische System in der DDR begannen. Es war eine Ideologie, die Jugendliche im Osten nicht vollständig verstanden, weil es im Osten einen Mangel an Bildung über den Nationalsozialismus gab. Die DDR machte Naziideologie illegal aber erklärte nicht, warum dieses Denken missbilligt wurde. Das verwandelte den Neonazismus in eine attraktive Form der Rebellion. Das System erlaubte indirekt die Bildung dieser nationalistischen Denkweise, die jeden ablehnt, der nicht "deutsch" schaut oder verhaltet. Die Forschung schlägt auch vor, dass ein Zusammenhang zwischen der älteren Generation rechtsextremistischer Jugendlicher und derjenigen, die im Jahr 2017 für die AfD gestimmt hatten, besteht. Diese beiden Gruppen teilen ähnliche rhetorische Begriffe und Denkansätze und beschuldigten Einwanderer, an dem Mangel an Wohnraum und an den finanziellen Schwierigkeiten der „einheimischen“ Bevölkerung schuld zu sein. Die Untersuchung zeigt, dass für viele Ostdeutsche, die noch immer mit den Spätfolgen der sozialistischen DDR kämpfen, Einwanderer ein Sündenbock für ihren schlechteren Lebensstandard darstellen. Die Wahl von 2017 zeigt, dass sich diese zwei Gruppen möglicherweise überschneiden. Die Jugendlichen, die in den 1990er Jahren Häuser in Brand setzten, in denen Asylsuchende und Einwanderer lebten, sind jetzt Männer mittleren Alters in ihren 30er und 40er Jahren, genau die Hauptwählerschaft der AfD.